Landesverband Baden-Württemberg e.V.
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Verfahren gegen Mobbing

Von 2007 bis 2009 haben wir an einer großen Realschule das Verfahren „No Blame Approach" in 14 verschiedenen Schulklassen durchgeführt, in 13 Fällen mit Erfolg, davon in 12 Fällen bereits innerhalb einer Woche.

Einige der Betroffenen waren schon in der Grundschule Betroffene und wurden in der Realschule viele Monate bis Jahre weiter gemobbt. Die meisten Eltern wussten nichts davon. Ein Junge, z.B. wurde seit 8 Wochen so oft misshandelt, dass er ständig Hämatome hatte. Die nichts ahnenden Eltern fürchteten bereits eine Blutkrankheit und waren erleichtert, dass nach unseren Gesprächen keine blauen Flecke mehr auftraten.

Wir stellen mit Hilfe des Mobbing-Opfers und des Klassenlehrers eine „Unterstützergruppe von 6 bis 8 Klassenkameraden, Täter und Zuschauer, zusammen, laden sie als unsere Gäste ein, sprechen mit ihnen ohne Schuldvorwürfe und lassen sie selbst Lösungen finden. In der Regel reicht dazu eine Schulstunde. Eine Woche später werden die „Unterstützer" einzeln nacheinander befragt, zuletzt dann das Opfer.

In einem Fall brauchten wir dreimal eine Stunde pro Woche im Gespräch mit der Unterstützergruppe, um das Mobbing zum Stillstand zu bringen. Nur in einem Fall waren wir erfolglos, das Mädchen wechselte die Schule.

Literatur unter www.no-blame-approach.de/documents/evaluation